- Drei Szenarien zeigen, wie pds Software Preisanfragen bei Großhandel/Industrie strukturiert
- Preisangebot → Preisanfrage per IDS: Badausstellung als LV übernehmen, Preisanfrage an Großhändler-Shop senden, bepreiste Antwort zurückholen, Zuschlag erteilen, Preisübernahme in Kalkulation (EK-Preisherkunft zeigt Ursprung)
- Preisangebote über UGL: Parallele Anfrage bei Industrie- und Großhandelspartner (z. B. Wärmepumpe), Rückführung per UGL oder Import Großhandel
- Preisspiegel bei Fremd-LV: GAEB-Import eines Fachplaner-LVs, Anfrage an zwei Großhandelspartner, Rückführung per GAEB-Import und UGL, Bietervergleich im Preisspiegel (positionsbezogen oder global), Rückgabe per GAEB-Ausgabe an Fachplaner
- Fazit: Preisangebot, -anfrage und Preisspiegel bilden einen durchgängigen, transparenten Prozess – IDS/UGL/GAEB als digitale Übertragungswege, EK-Preisherkunft sorgt für Nachvollziehbarkeit bis in die finale Kalkulation
Anfragen bei Großhandel und Industrie kosten im Alltag von Handwerksunternehmen oft viel Zeit, vor allem, wenn Preise, Lieferanten und Leistungsverzeichnisse manuell abgeglichen werden müssen. Wie sich dieser Prozess mit dem pds Preisangebot und dem pds Preisspiegel in pds Software strukturieren lässt, zeigen wir Ihnen anhand von drei praxisnahen Szenarien.
Preisangebot einholen: Von der Badberatung zur digitalen Anfrage
Ausgangspunkt ist eine Badausstellungsberatung, deren Ergebnis als Standard-Leistungsverzeichnis mit Shop-Preisen in die pds Software übernommen wird. In der Übersicht des Leistungsverzeichnisses sind die ausgewählten Komponenten sowie die Verknüpfung zum hinterlegten Großhändler – samt Shop-Informationen und Bestellnummer – direkt ersichtlich.
Für projektindividuelle Konditionen wird das Angebot in eine Preisanfrage umgewandelt und per IDS-Schnittstelle an den Onlineshop des Großhändlers übermittelt. Sobald der Händler die Anfrage bepreist hat, wird das aktualisierte Angebot zurück in die pds Software geholt. Jede Position enthält dabei eine Referenz auf den ursprünglichen Warenkorb. Nach Prüfung der Positionen wird das Preisangebot auf „erledigt" gesetzt, der Zuschlag in der Preisanfrage erteilt und das Ergebnis über die Preisübernahme in die Kalkulation eingespielt. Die Spalte EK-Preisherkunft zeigt dabei jederzeit nachvollziehbar, woher ein Preis stammt.
Preisangebote über UGL: Mehrere Partner parallel anfragen
Im zweiten Szenario geht es um die Auslegung einer Wärmepumpe, für die Komponenten sowohl bei einem Industriepartner als auch bei einem Großhandelspartner angefragt werden. Auch hier bildet das Preisangebot die Grundlage für die anschließende Preisanfrage – die Übermittlung erfolgt jedoch nicht per IDS, sondern per UGL-Schnittstelle.
Ist die Antwort eines Partners bereits über die Preisanfrage ersichtlich, kann sie direkt als erledigt markiert werden. Liegt sie als bearbeitetes Angebot beim Großhändler vor, wird sie über die Funktion Import Großhandel importiert. Die EK-Preisherkunft zeigt anschließend, dass die Position aus einem Großhandelsimport stammt, inklusive Referenz auf das jeweilige Lieferantenangebot.
Nach der Kontrolle werden die Preisangebote auf erledigt gesetzt, der Zuschlag pro Bauteil vergeben und die Ergebnisse per Preisübernahme in die Kalkulation überführt. So bleibt der gesamte Beschaffungsweg transparent nachvollziehbar.
Angebote im Preisspiegel vergleichen
Anders als in den ersten beiden Szenarien liegt hier kein eigenes, sondern ein Fremd-Leistungsverzeichnis eines Fachplaners vor, das als GAEB-Datei in pds Software importiert wird. Vor Beginn der eigenen Kalkulation wird dieses Leistungsverzeichnis an zwei Großhandelspartner übermittelt. In pds Software wird nun für beide Partner jeweils ein vollständiges Preisangebot erzeugt.
Die bearbeiteten Leistungsverzeichnisse kommen anschließend auf zwei Wegen zurück: einmal per GAEB-Import direkt im Preisangebot, einmal per UGL. Beide Preisangebote werden nach Prüfung auf erledigt gesetzt und in der zugehörigen Preisanfrage mit ihrer jeweiligen Summe aufgeführt. Für die detaillierte Gegenüberstellung kommt nun der pds Preisspiegel ins Spiel: Er bietet einen übersichtlichen Bietervergleich aller abgegebenen Preisangebote und macht sichtbar, wenn ein Anbieter nicht zu jeder angefragten Position ein Angebot abgegeben hat. Teilleistungen lassen sich im Detail vergleichen.
Der Zuschlag kann im Preisspiegel wahlweise
- positionsbezogen, also einzeln je Artikel, oder
- global, etwa für den günstigsten Gesamtpreis eines Anbieters,
vergeben werden. Anschließend wird die Preisanfrage geschlossen und die Positionen werden über die Preisübernahme in die Kalkulation übergeben – auch hier wieder nachvollziehbar über die EK-Preisherkunft. Ist die Kalkulation des Leistungsverzeichnisses abgeschlossen, etwa inklusive individueller Zuschläge und Lohnminuten, lässt sich das bepreiste Angebot per GAEB-Ausgabe an den Fachplaner zurücksenden.
Fazit: Preisangebote, -Anfragen und der pds Preisspiegel
Ob Eigenprojektierung oder Ausschreibung per GAEB: Preisangebot, Preisanfrage und Preisspiegel bilden in der pds Software einen durchgängigen Prozess für die Bearbeitung von Projekt- und LV-bezogenen Anfragen bei Großhandel und Industrie. Über IDS, UGL und GAEB lassen sich Anfragen digital an unterschiedliche Partner übermitteln, bepreiste Angebote strukturiert zurückführen und im Preisspiegel gegenüberstellen. Sie bleiben nachvollziehbar bis in die finale Kalkulation.

